Einfache Wanderung in den Bayerischen Voralpen: Vom Spitzingsattel auf den Hochmiesing

Einfache Wanderung in den Bayerischen Voralpen: Vom Spitzingsattel auf den Hochmiesing

Vom Spitzingsattel führt eine herrliche Wanderung auf den 1883 Meter hohen Gipfel des Hochmiesing. Dieser bietet herrliche Bergblicke auf die Bayerischen Voralpen – ist aber im Vergleich zur benachbarten Rotwand weniger frequentiert.
 
Hochmiesing Gipfel © Markus Röck
Vom Hochmiesing-Gipfel bieten sich tolle Blicke auf den idyllischen Soinsee.
Der 1883 Meter hohe Hochmiesing ist ein wunderschöner Aussichtsberg in den Bayerischen Voralpen. Bei Wanderern ist der Gipfel sehr beliebt. Dennoch ist er nicht so überlaufen wie zum Beispiel die benachbarte Rotwand. Wer die knapp 1000 Höhenmeter auf den Hochmiesing in Angriff nimmt, wird mit gewaltigen Bergblicken, aber auch mit einem schönen Blick auf den idyllischen Soinsee belohnt. Mit Seilbahnunterstützung lässt sich die Aufstiegszeit stark verkürzen.
 

Die Wanderung im Detail

Schwierigkeit: einfach
Dauer: 5:45 Stunden
Distanz: 13,2 km
Höhendifferenz: 930 Hm auf und ab
Charakter: Leichte Bergwanderung; Rutschgefahr bei Nässe und auf der Wegetappe zwischen Taubensteinhaus
Ausgangs- und Endpunkt: Spitzingsattel (1128 m)
 
Aufstieg: Vom Parkplatz bzw. der Bushaltestelle am Spitzingsattel dem markierten und beschilderten Bergweg in Richtung Taubenstein folgen. Anfangs geht es über Weidehänge, dann auf steinigem Wurzelweg durch den Wald. Direkt am Ende des Waldes verzweigt sich der Weg.

Dort hält man sich an die rechte Variante, die weitgehend eben in einem Rechtsbogen über einen Wiesenhang verläuft, wieder in Wald eintritt, die Seilbahn unterquert und auf einen Fahrweg stößt. Auf ihm nach links weiter und in geringem Auf und Ab an den Rand der ehemaligen Skipiste.

Am Fahrwegende rechts abbiegen, auf einem Steg über den Bach und über einen freien Hang zu einem asphaltierten Sträßchen. Nur ein paar Meter auf ihm nach links, dann nach rechts auf den beschilderten Wanderweg einbiegen, der in Kehren streckenweise relativ steil bis in den Taubensteinsattel ansteigt.

Wer es bequem mag, kann dorthin auch mit der Taubensteinbahn auffahren. Die weitere Route führt in geringem Gefälle auf gutem Weg zum Taubensteinhaus. Beim Unterkunftshaus rechts herum auf einen Fahrweg, diesen aber schon in der ersten Linkskehre nach rechts auf einen extrem nassen und glitschigen Bergweg verlassen.

Man steigt nun länger auf der unbequemen Wegetappe ab, bis es bei einem kleinen Wäldchen wieder aufwärts und zu einem weiteren Fahrweg geht. Diesem folgt man ein kurzes Stück zur Kleintiefentalalm. Hinter der Alm kommt man zu einem Weidezaun. Unmittelbar vor ihm biegt man links ab, zu einer Fahrrampe hinauf und auf ihr bis zur Wasserfassung, wo die Fahrspur endet.

Anschließend folgt man einem deutlichen Bergweg durch ein paar Kehren bis in den Miesingsattel hinauf. Im breiten Sattel, direkt unter der Rotwand, dreht man links ab. Zunächst geht es über einen freien Hang hinauf, aber schon bald ins Latschengebüsch. Durch dieses der deutlichen Wegspur folgend bis zum ausgedehnten Gipfel des Hochmiesing hinauf.

Hochmiesing
Der Hochmiesing (links) mit der benachbarten Rotwand. Foto: Wikipedia/bbb (CC BY-SA 1.0)

Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute.
 
Tipp: Ein ruhigerer Anstieg, größtenteils auf Fahrwegen verlaufend, nimmt in Geitau bei Bayrischzell seinen Ausgangspunkt. Er bietet immer wieder tolle Blicke auf den Wendelstein und führt direkt am wunderschönen Soinsee vorbei.  

Schöne Berg- und Seeblicke gibt es auch auf dieser Tour: Von Jachenau auf den Rabenkopf

 
Text: Siegfried Garnweidner, Red.