Tragödie am Monte Viso: Deutscher Bergsteiger stürzt vor Augen seiner Familie in den Tod | BERGSTEIGER Magazin
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Tragödie am Monte Viso: Deutscher Bergsteiger stürzt vor Augen seiner Familie in den Tod

Ein erfahrener deutscher Bergsteiger stürzte vor den Augen seiner Familie in den Tod.
 
Monte Viso © Hugo - adobe.stock
Am Monte Viso in Norditalien ist ein deutscher Bergsteiger tödlich verunglückt

In den frühen Morgenstunden eines Donnerstags ereignete sich eine Tragödie in den norditalienischen Alpen. Ein deutscher Bergsteiger, ein Familienvater aus Oberbayern, stürzte beim Aufstieg auf den Monte Viso tödlich ab. Der Unfall ereignete sich vor den Augen seiner Frau und seiner 17-jährigen Tochter.

Der Unfall

Der erfahrene Bergsteiger, Jahrgang 1968, war mit seiner Familie auf dem Weg zum Gipfel des Monte Viso, einem Dreitausender im Nordwesten Italiens nahe der Grenze zu Frankreich. Bei dem Aufstieg am Sagnette-Pass auf einer Höhe von ungefähr 2900 Metern rutschte er aus und stürzte mehrere Dutzend Meter in die Tiefe, wo er auf Felsen aufschlug. Trotz sofortiger Alarmierung der Bergrettung durch die Angehörigen des Opfers konnte der Mann nur noch tot geborgen werden.

 

Rettungseinsatz und Folgen:

Neben der Bergrettung war auch die Feuerwehr mit einem Helikopter am Rettungseinsatz beteiligt. Die Familie des Opfers wurde sicher ins Tal gebracht, während die Leiche des Mannes in das nahe gelegene Crissolo transportiert wurde. Der Vorfall hat die Bergsteigergemeinschaft tief erschüttert.

Der Monte Viso

Der Monte Viso, auch als Monviso bekannt, ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Er liegt in den Cottischen Alpen im Nordwesten Italiens nahe der Grenze zu Frankreich und überragt mit einer Höhe von 3.841 Metern alle umliegenden Gipfel. Der sogenannte Normalweg führt über die Südseite auf den Gipfel und bietet mehrere Rifugios entlang des Weges. Jedes Jahr Ende August findet ein Berglauf um den Monte Viso mit drei unterschiedlich anspruchsvollen Streckenabschnitten statt.