|
|
|
Buch-Neuerscheinungen |
|
Der Ojos de Salados in Chile
Er ist nicht unbedingt ein formschöner Gipfel! Aber er ist der zweithöchste auf dem amerikanischen Kontinent und lässt sich relativ einfach besteigen – der Ojos del Salado in Chile, der zudem noch als höchster Vulkan der Erde rangiert. Von Eckehard Radehose
Mühsam arbeiten sich unsere drei Pickups hinauf auf eine Anhöhe, dann liegt inmitten der Wüste – fast irreal – die Laguna Santa Rosa vor uns, umsäumt von unzähligen rosafarbenen Flamingos. Die Fahrt durch den Nationalpark Nevado de Tres Cruces bringt uns am Abend des zweiten Tages zur chilenischen Grenzstation und wenig später zur traumhaft schön gelegenen Laguna Verde auf etwa 4250 Metern Höhe. An ihrem Ufer stellen wir die Zelte auf. Der Lagerplatz bietet frisches Quellwasser und mehrere heiße Mineralquellen samt kleinem Badehaus. Das Wetter ist heute nicht vertrauenswürdig, der Himmel ist wolkenverhangen und ein eisig kalter Wind fegt fortwährend feinen Vulkansand über die weiten Ebenen. Einige Mitglieder unseres Teams klagen über Kopfschmerzen; so werden wir morgen noch einen weiteren Akklimatisationstag hinzufügen.
Von der Grenzstation führt in südlicher Richtung eine meist sehr schlechte Off-Road-Piste bis an die Basis des Ojos del Salado heran. Ziemlich genau 20 Kilometer sind es bis zur ersten Biwakhütte, dem Refugio Universidad de Atacama (ca. 5200 m), die gleichzeitig als Basecamp dient. Fast 1000 Höhenmeter liegen nun vor uns, dazu teilweise ziemlich steile Passagen. In der knöcheltiefen, extrem feinen schwarzen Vulkanasche werden unsere Jeeps bis zum Äußersten gefordert. Das Wetter ist prachtvoll; oben stellen wir die Zelte auf und richten uns ein. Am nächsten Tag bringen wir weitere Ausrüstung hinauf zur zweiten Hütte, dem Refugio Tejos y Muray (5825 m). Ein breiter Weg führt völlig problemlos in zweieinhalb bis drei Stunden dort hinauf.










Von Hütte zu Hütte um den König der Ostalpen – den Großglockner. Preis inkl. HP € 333,- p.P.










