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Dosiert klettern
Gutes Klettern braucht gute Technik. Ein oft übersehener Teil davon: Kraft und Technik dosiert einsetzen. Von Marietta Uhden
Wer hat das nicht schon erlebt: Du visierst einen Griff an, gibst Gas und verhungerst kurz vor dem Ziel. Oder du erreichst den Griff, bekommst ihn aber nicht richtig zu fassen. Resultat in beiden Fällen: Der Versuch an der Route oder an dem Boulder ist gescheitert.
Eine Frage der Dynamik oder der Statik ist das nicht unbedingt. Vielmehr ist es generell schwierig, einen Kletterzug in der Nähe der eigenen Leistungsgrenze richtig einzuschätzen, richtig zu planen und die Ausführung richtig zu dosieren. Denn eines ist sicher: Es gibt wesentlich mehr Lösungen als Kletterstellen. Warum? Je nach Kletterstil, Körpergröße, Kraftressourcen und vielen weiteren persönlichen Eigenschaften unterscheiden sich die Lösungen. Oder anders ausgedrückt: Jeder muss seine Stärken und Schwächen kennen und seine persönlichen Lösungen finden.
Dazu gehört ein großes Bewegungsrepertoire, ausgeprägtes Körpergefühl und viel Klettererfahrung. Und es gehört die Fähigkeit dazu, den Fels bzw. die Kletterwand zu »lesen«. Denn bei der Frage, ob und wie dynamisch man einen Kletterzug angeht, spielen sehr viele Faktoren eine Rolle. Welche Faktoren das sein können, zeigt die unten abgebildete Sequenz in einer Kletterroute.










